SBB RABDe 8-16 - WAGI Museum

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Neue Vorortszüge:
RABDe 8/16 Prototypen

Dank der Beteiligung des Kantons Zürich und der Gemeinden am rechten  Zürichseeufer konnten die SBB im Jahre 1968 eine den Bedürfnissen des  Vorortsverkehrs entsprechend ausgebaute Linie mit dem dazugehörigen Rollmaterial und einem starren Fahrplan in Betrieb nehmen. Bereits Ende  der 1970er Jahre bestellte die SBB 4 Prototypen für einen modernen Vorortstriebzug.

   



Es sollte die Geburtsstunde der "legendären Chiquita" werden. Legendär  oder berüchtigt weil man ihn wegen seiner gelb-violetten Lackierung entweder liebte, oder sagen wir mal: als exotischen Zug bezeichnete.  Dennoch brachte der Zug für damalige Verhältnisse einige Neuerungen. So  konnte die "Chiquita" als Vierwagenzug betrieben werden, während die Vorgänger Triebzüge vom Typ RABDe 12/12 nur als Dreiwagenzug unterwegs wahren. Die SBB begründete damals bereits die höhrere Wirtschaftlichkeit eines Vierwagenzuges.

Die SBB bestellten 1969 vier Prototypen für einen modernen Vorortstriebzug.  Der Auftrag wurde dem Wagenkonsortium bestehend aus SWS,SIG,SWP und  SAAS zugewiesen. Auf "Schlieren" fiel der Teil der Wagenkasten für die  Triebfahrzeuge inklusive Innenausbau. Die Triebdrehgestelle lieferte  Schindler Waggon Pratteln und die Zwischenwagen samt Drehgestell kamen  von SIG Neuhausen. Den gesammten elektrischen Teil lieferte schliesslich  noch Secheron SAAS. Die "Hochzeit" feierten die Triebwagen in  Schlieren, dort wurden 1974 alle Komponenten der Triebwagen verbaut.



Woher der Übername "Chiquita" letztendlich wirklich stammt, kann nicht restlos geklärt werden. Jedoch dürfte es entweder die für damalige  Verhältnisse eher exotische Farbgebung sein, oder aber eher der Aspekt,  dass sich beim Einbau der elektrischen Anlagen von Secheron in Schlieren  der Wagenkasten wie eine Banane durchgebogen hatte unter der Last, was eine umfangreiche Untersuchung und Verstärkung der Wagenkasten mit sich gezogen hatte. Auf jedenfall taucht der Name bereits im Wagendossier der SWS auf, was auch auf die zweite Schlussfolgerung deuten dürfte.

Die Wagenkasten der Trieb- und Zwischenwagen waren vollständig aus Aluminium gefertigt. Zur Anwendung gelangten Strangpressprofile, ebene  geformte Bleche sowie für besondere Teile der Triebwagenkasten gegossene Bauelemente. Alle diese Komponenten wurden durch Schweissungen miteinander verbunden wobei Schutzgas- (MIG-Verfahren) und Wieder-standsschweissung (Punktschweissen) angewndet wurden. Besonderer Wert wurde auch auf die Elementbauweise gelegt. Die Forderung des durch die kurzen Haltezeiten bedingten raschen Fahrgastwechsels und diejenige eines angemessenen Komfortangebotes  bestimmten witgehend das Konzept der neuen Triebzüge und deren Ausstattung. So wurden bequeme und breite Einstiege geschaffen, welche über die ganze Länge des Zuges möglichst gleichmässig verteilt wurden.

Von grossen Auffangplattformen gelangte man in die mit bequemen Sitzen augerüsteten Abteile, in welchen ein grösstmögliches Sitzplatzangebot vorhanden war. Pro vierteiligem Triebwagenzug standen 278 Sitzplätze (54  1. Klasse und 224 2. Klasse).





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